Zukunftsthema: Digitalisierung
Digitalisierung Zukunft

Zukunftsthema: Digitalisierung

1. Die Zukunft entsteht nicht als einzelner großer Sprung, sondern durch viele entschlossene Schritte.

Was sich verändert? Mit dem RPIS (RiverPorts Planning & Information System) ist im Duisburger Hafen bereits der Grundstein für eine gemeinsame digitale Infrastruktur gelegt. Das Port Community System vernetzt zentrale Akteure wie Terminals, Reedereien, Häfen und weitere Beteiligte und ermöglicht den strukturierten Austausch von Daten in Echtzeit.

Die dahinterstehende Vision: ein durchgängig digital gesteuertes Hafen- und Hinterlandsystem, in dem Informationen entlang der gesamten Transportkette nahtlos fließen. Ziel ist es, Prozesse vorausschauender zu planen, Ressourcen besser zu nutzen und die Zusammenarbeit über Standorte und Länder hinweg zu vereinfachen.

RPIS ist damit ein erster, konkreter Schritt auf dem Weg zu einer stärker vernetzten und resilienten Logistik. Der Logistik der Zukunft.

2. Die Zukunft entsteht nicht als einzelner großer Sprung, sondern durch viele entschlossene Schritte.

Was sich verändert? Schiffe werden künftig einen immer größeren Teil ihrer Fahrt selbstständig bewältigen. Moderne Sensorik erfasst die Umgebung, während KI-gestützte Systeme die Navigation und Manöver automatisieren. Was heute noch rein manuell an Bord gesteuert wird, verlagert sich Schritt für Schritt in digitale Systeme.

Wie das in der Praxis aussieht, wird bereits direkt im Duisburger Hafen erprobt. Hier ist mit der NOVA ein hochmodernes Forschungsschiff des DST (Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme) unterwegs. Gefördert durch das NRW-Verkehrsministerium, testet das Projekt neue Technologien für autonome, emissionsfreie Binnenschiffe unter realen Bedingungen im Hafenbecken und auf dem Rhein.

Parallel dazu treibt duisport die Transformation über wegweisende EU-Forschungsprojekte maßgeblich voran:

  • NOVIMAR & NOVIMOVE: Hier entwickeln und testen wir Logistikkonzepte zur intelligenten Fluss-See-Anbindung sowie das Konzept des „Vessel Train“ – Schiffskonvois, bei denen ein bemanntes Führungsschiff autonome Folgeschiffe leitet.
  • SEAMLESS: Dieses Projekt schließt die logistische Lücke zur vollautonomen Binnenschifffahrt und entwickelt die dafür notwendigen landseitigen Infrastrukturen sowie digitale Kontrollzentren.

Die neuen Anforderungen an den Hafen Die autonome Schifffahrt verändert nicht nur das Verhalten auf dem Wasser, sondern stellen das gesamte Hafenmanagement vor völlig neue Herausforderungen. Wenn sich keine Besatzung mehr an Bord befindet, müssen die Schnittstellen an Land komplett neu gedacht werden:

  • Autonomes Anlegen: Wie macht ein schiffsführerloses Schiff sicher an der Kaimauer fest? Hier liegt der Fokus auf automatisierten Trossen- oder Magnethaltsystemen.
  • Smarter Umschlag: Krananlagen und Terminals müssen direkt mit dem Schiff kommunizieren, um den Ladevorgang autonom und zentimetergenau zu koordinieren.
  • Digitale Verkehrssteuerung: Der Hafen wird zum hochvernetzten Leitstand. Liegeplätze, Schleusenzeiten und landseitige Kapazitäten werden in Echtzeit zwischen Schiff und Hafen synchronisiert, lange bevor das Schiff überhaupt einläuft.

Die Vision Ein hocheffizientes, digitales Port-Ökosystem, in dem autonome Transporte und smarte Hafeninfrastruktur nahtlos ineinandergreifen. Durch diese intelligente Vernetzung reduzieren wir Wartezeiten, optimieren den Energieverbrauch und machen den umweltfreundlichen Verkehrsträger Binnenschiff noch wettbewerbsfähiger.